TPT - Tiergestützte Pädagogik Tatenhausen

Die ersten, vorsichtigen Kontakte...

Vorwort

„Die Sonne schimmert durch die grünen Äste des Waldes. Es ist warm und es riecht nach Sand und Pferden! Ich habe ein bisschen Angst und bin auf jeden Fall sehr aufgeregt! Da kommen sie schon, ich sehe sein schwarzes Fell, es glänzt in der Sonne… wau , wau !! Nein, ich habe keine Angst mehr, ich kenne ihn doch schon. Tapfer gehe ich weiter! Ich halte die Hand von meiner Mama ganz fest und gleich sind wir um die Ecke… da steht er schon, klein und braun…huch, er kommt auf uns zu, ich höre eine Stimme neben mir: „Beatle möchte dir Hallo sagen!“ Ich winke tapfer zurück und schon geht’s los… ob ich mich heute traue, auf dem Pony zu sitzen? Auf jeden Fall möchte ich, dass Beatle eine Möhre isst, das knackt immer so schön. Vielleicht kann ich es dann auch einmal probieren? Mal sehen…ach ich bin so aufgeregt…!“

 

So oder so ähnlich fühlt sich wohl der kleine tapfere Junge, der jede Woche pädagogisches Reiten auf dem Pony Beatle macht. Er hat große Entwicklungsverzögerungen, da er viel zu früh zur Welt kam. Mittlerweile kann er sich schon sehr gut auf das Pony einstellen, seine gesamte Entwicklung hat sich verbessert. Besonders sein Selbstbewusstsein hat sich geändert. Er war anfangs eher schüchtern und zurückhaltend. Der positive Umgang mit den Tieren hat ihm sichtlich das Leben erleichtert, aber auch die Eltern profitieren bei jedem Setting. Kinder haben einen besonderen Bezug zu Tieren. Ich bin der Meinung, dass die Wirkung von Tieren auf Kindern durchweg positiv ist. Ich habe auch schon mehrere positive Erfahrungen mit Tieren und Kindern machen dürfen.

Einerseits gibt es Kinder, die vor Tieren Angst haben und deshalb den regelmäßigen Kontakt brauchen. Andererseits gibt es Kinder, die sich unbedingt ein Tier wünschen. Doch für viele Eltern ist es schwierig, diesen Wunsch nach einem eigenen Tier zu erfüllen. Ich befürwortete sehr, dass man sehr gut überlegt und abwägt, bevor man sich ein Tier anschafft. Eltern müssen die Verantwortung für ein Tier tragen, Kinder können nur einen Teil mitübernehmen. Ich bin selber im Tierschutz tätig und sehe oft Tiere, die nicht mehr versorgt werden können. Deshalb reicht es in einigen Fällen aus, einen regelmäßigen Kontakt zu Tieren zu haben, obwohl es sich nicht um das eigene Tier handelt.



Neben unseren tierischen Mitarbeitern arbeiten wir im Moment zu zweit:

Katharina Schöwerling:

Erzieherin mit psychomotorischer Zusatzqualifikation Westernreitabzeichen Klasse 3

Zertifikat Tiergestützte Pädagogik 2010 Institut für soziales Lernen mit Tieren 

Mittlerweile habe ich jahrelange Erfahrungen im Umgang mit Pferden, Hunden und Kleintieren.

 

Susanne Odermatt:

Westerntrainerin B EWU/DOSB Lizenz und Berittführerin FN, sie hat über 20 Jahre Erfahrungen mit Pferden und Hunden.

 

Wir arbeiten mit dem Pferd zusammen. Sie kümmert sich um das Pferd während eines Settings und ich um das Kind. So kann individuell gearbeitet werden.

Susanne hat einen ganz besonderen Bezug zu Tieren. Sie kann Pferde sehr gut einschätzen und konnte schon häufig auch mit Problempferden arbeiten. Neben dem pädagogischen Reiten gibt sie Westerntrainingsstunden und hat sich auf ängstliche Reiter und Anfänger spezialisiert.



Zielgruppe

Ich spreche bewusst die Kinder an. Da ich als Erzieherin arbeite, habe ich jeden Tag mit Kindern zu tun und mir ist die Wichtigkeit ihrer Entwicklung stets bewusst. Schon im Kindergarten gibt es viele Entwicklungsbereiche, in denen die kleinen Geister gefördert und gefordert werden wollen.

Natürlich werden Stärken und Schwächen beobachtet und es wird darauf eingegangen.

Kinder bewegen sich gerne, spielen in der Natur, sind neugierig und offen. Sie wollen sich eigenständig entwickeln und trotzdem Verantwortung übernehmen. Sie entwickeln sich kognitiv, sozial, emotional, naturwissenschaftlich und sprachlich in verschiedene Richtungen, je nachdem wie sie angeleitet werden, welche Vorbilder sie haben und wo sie sich entwickeln können. In der heutigen Gesellschaft aber entwickeln sich Kinder jedoch meisten auf kleinen Inseln, von der Außenwelt abgeschnitten. Der soziale Kontakt beschränkt sich teilweise nur noch auf Medien und Auseinandersetzungen mit den Bezugspersonen. Der Umgang mit Erziehungsberechtigten wird auch häufig „Pädagogisiert“. So beschreibt Sylvia Greiffenhagen in ihrem Buch „Tiere als Therapie“, dass Erwachsene Angst haben, bei ihren Kinder zu versagen. Viele Entscheidungen werden nicht mehr nur „aus dem Bauch heraus“ entschieden, viele Erziehungsfragen werden diskutiert, überlegt und abgewogen. Die Kinder werden überfordert, es entsteht oft schon im Kindergarten ein hoher Leistungsdruck. Dabei werden die kognitiven Fähigkeiten häufig in den Vordergrund gestellt, während die Bewegung, die Mobilität, die Geschicklichkeit und das Gleichgewichtgroße Schwierigkeiten für viele Kinder darstellen. Das liegt vielleicht auch daran, dass sich die Kinder mehr und mehr in vorgegebenen Räumen aufhalten, sich draußen nicht mehr frei entfalten können.

Deshalb ist es wichtig, den Kindern, die die Welt offen und klar sehen, den Kontakt zur Natur und den Tieren zu ermöglichen. Tiere haben auf ihre Weise einen ganz besonderen Zugang zu Kindern. Sie sind authentisch, gradlinig und brauchen klare Strukturen. Vielleicht sind Tiere und Kinder auch deshalb so verbunden, weil sie sich sehr ähnlich sein können.



 

Wir arbeiten auf dem Reiterhof „El Rancho“ mit sechs Pferden und zwei Ponys.

Einige  Pferde sind „aus zweiter Hand“ und konnten bei ihren vorherigen Besitzern nicht mehr bleiben. Jetzt laufen sie bei uns in individuellem Reitunterricht und in der pferdegestützten Pädagogik. Die Pferde sind alle western geritten und ausgebildet. Sie kennen den alltäglichen Umgang mit Menschen, Hunden und anderen Tieren. Da wir unterschiedliche Pferde mit unterschiedlichen Charakteren einsetzen können, können wir individuell entscheiden, welches Pferd zu welchem Kind passt. Die Pferde leben mitten im Wald mit viel Abwechslung durch den unterschiedlichen Einsatz mit unterschiedlichen Menschen. Um einen pferdefreundlichen Umgang mit zu gewährleisten, sind Susanne Odermatt oder ich immer mit dabei.



El Rancho

Eichenweg 21A

33790 Halle (Westf.)

 

Telefon: +49 5201/669443

Mobil: 01715456464 Deutschl.

Mobil: 666884462     Spanien

 

 

Aktuelles

ACHTUNG!!  Kursplanänderungen!!

 

 

Westernstammtisch jeden letzten Mittwoch im Monat um 20 Uhr.

 

 

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